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Kardiologen warnen, dass in Spanien mehr Frauen an einer Herzkrankheit sterben als Männer

Alfonso Valle

Kardiologen warnen, dass in Spanien mehr Frauen an einer Herzkrankheit sterben als Männer

Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind nach wie vor die häufigste Todesursache in Spanien, Europa und der Welt. In unserem Land sterben prozentual bereits mehr Frauen als Männer an einer koronaren Herzkrankheit. Andererseits ist eine weitere der großen Pathologien in der Kardiologie die Herzinsuffizienz, deren Zahl weiter ansteigt. Nach den neuesten Daten des Nationalen Statistikinstituts gab es im Jahr 2020 in unserem Land 125.000 Entlassungen aufgrund dieser Pathologie.

Experten zufolge ist es trotz der Fortschritte bei den verfügbaren pharmakologischen und technologischen Geräten nicht ratsam, die Wachsamkeit zu verringern, da hinter diesen Zahlen eine exponentielle Verschlechterung des Lebensstils steckt, der sich um drei grundlegende Parameter dreht: veränderbare Risikofaktoren wie Rauchen; körperliche Bewegung und Ernährung.

Für den Leiter des kardiologischen Dienstes des Hospital de Dénia, Alfonso Valle, "Raucherentwöhnung, mäßige körperliche Bewegung - zwischen 5-6 Stunden pro Woche - und die mediterrane Ernährung sind ein meisterhafter Dreiklang für ein herzgesundes Gleichgewicht und die beste Präventionsmaßnahme."

Darüber hinaus betont Dr. Valle: „Die zunehmende Zugänglichkeit des Gesundheitssystems und die fortschreitende Digitalisierung und Datenverarbeitung haben in der Fachrichtung ein radikal anderes Szenario geschaffen als noch vor zwei Jahrzehnten. In diesem Sinne, fügt den Leiter der Kardiologie des Hospital de Dénia . hinzu, hat die COVID-19-Pandemie dazu beigetragen, die Fernüberwachung von Patienten zu standardisieren, sodass Diagnosen und Behandlungen leichter zugänglich und flexibler werden können".

Smarte Armbänder und Uhren

Die European Society of Cardiology akzeptiert in ihren Leitlinien für die klinische Praxis bereits externe Geräte (Wereables) als diagnostische Methode für Vorhofflimmern. Tatsächlich fügt Dr. Valle hinzu: „Es gibt einige auf dem Markt, die Arrhythmien erkennen und sogar Elektrokardiogramme durchführen. Es sollte daran erinnert werden, dass Arrhythmie eine Pathologie mit sehr hoher Prävalenz ist, da sie 2 % der Weltbevölkerung betrifft und für 35-40 % der Schlaganfälle verantwortlich ist. Es wird jedoch empfohlen, ab 65 Jahren in Gesundheitszentren ein Bevölkerungsscreening mit Kontroll-Elektrokardiogrammen durchzuführen, um Pathologien wie Vorhofflimmern zu erkennen.

Die Telemedizin hält allmählich Einzug, um das Management von Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu erleichtern und den Diagnose- und Behandlungsprozess zu vereinfachen.

Das Gesundheitsministerium von Dénia hat im Benissa Health Center ein telemedizinisches Pilotprogramm für Patienten mit Verdacht auf Herzinsuffizienz durchgeführt, das es Ärzten der Primärversorgung ermöglicht, mithilfe von klinischem Ultraschall eine Frühdiagnose zu stellen. Die Bilder werden in der Krankenakte des Patienten gespeichert und anschließend von spezialisierten Kardiologen überprüft.

Das Programm wird sukzessive auf weitere Gesundheitszentren in der Marina Alta ausgeweitet.